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Nützliche
Tips zum Umgang mit Akkus
Hersteller versprechen für
Akkumulatoren 500 bis 1000 Wiederauflade-Zyklen, jedoch hängt diese lange
Lebensdauer entscheidend von dem richtigen Gebrauch der Akkus, also von Ihnen als
Nutzer ab.
Anwendungsfehler vermeiden:
Sehr hohe, sowie extrem
niedrige Temperaturen sind schädlich für Akkus. Am besten ist der Einsatz bei
Zimmertemperatur. Akkus entladen sich außerdem bei Nichtbenutzung wesentlich
schneller als Batterien. Lassen Sie einen geladenen Akku ungenutzt liegen, so
sinkt seine Spannung. Bei NiCD-Akkus ca. 1% der
Kapazität pro Tag (bei NiMH-Akkus ist der Verlust erheblich höher), d.h. sie sind auch ohne Gebrauch
in kurzer Zeit entladen. Deshalb empfiehlt es sich, bei Geräten mit sehr
geringem Stromverbrauch, wie z.B. handelsübliche Taschenlampen, Uhren, Wecker,
Fernbedienungen usw. Alkali-Batterien den Akkus vorzuziehen. Die Alkaline
Batterien sind hier eindeutig wirtschaftlicher, weil sie teilweise 1 bis 2 Jahre
laufen.
Außerdem vermeiden Sie
die sogenannte Tiefenentladung, die immer dann auftritt, wenn der Akku bis auf's
letzte "ausgelutscht" wird. Dadurch kann der Akku nach wenigen
Ladezyklen schon unbrauchbar oder defekt sein.
Der Unterschied zwischen NiCd oder
NiMH-Akkus:
NiCd (Nickel-Cadmium) Akkus
sind geeignet für Spielzeuge mit Motor oder für Geräte die einen niedrigen
Energiebedarf haben (Funkgeräte, tragbare Radios usw.). Durch ihre geringere
Selbstentladung halten sie in diesen Geräten länger, als die NiMH-Akkus.
Außerdem gibt es sie schon einige Jahrzehnte auf dem Markt, was zur Folge hat,
daß meist ältere Geräte (wie z.B. schnurlose Telefone) ausschließlich mit
diesen Akkus betrieben werden dürfen. Deshalb immer erst in die
Bedienungsanleitung schauen, bevor Akkus nachgekauft werden.
Eine Besonderheit ist bei
den NiCd-Akkus auch zu beachten. Diese können durch den sogenannten
„Memory-Effekt" entscheidend in ihrer Lebensdauer einbüßen: Werden die
Akkus bereits wieder aufgeladen, bevor sie ihren optimalen Entladezustand
erreicht haben, so merkt sich die Zelle diese Stellung und kann nun
durch Wiederaufladung nicht mehr die volle Kapazität erreichen. Der nicht
entladene Teil des Akkus kann nicht mehr reaktiviert werden. Der Akku ist
bei erneutem Gebrauch dann sehr bald wieder entladen. Sie werden dann schnell
bereit sein, den Akku wegzuwerfen, obwohl er unter Umständen nur wenige
Ladezyklen erlebt hat.
NiMH
(Nickel-Metall-Hydrid) Akkus eignen sich besonders für alle Geräte mit hohem
Stromverbrauch (Digitalkamera mit Monitor, Walkman, CD-Player) oder für
Geräte, die kurzzeitige Stromspitzen verursachen (wie z.B. der Blitz beim
Foto). Der Vorteil gegenüber NiCd-Akkus ist die höhere Kapazität (wird in mAh
= Milli-Amperestunden angegeben). Somit hält ein geladener Akku mit 2200mAh
fast dreimal so lange, als ein Akku mit 700mAh, was zum Beispiel bei einer
Digitalkamera entscheidend ist.
Den "Memory-Effekt"
gibt es bei diesen Akkus nicht mehr, dafür entladen sie sich um einiges
schneller bei Nichtgebrauch.
Gute Ladegeräte einsetzen:
Günstige No-Name
Ladegeräte sind
schlecht für die Lebensdauer Ihrer Akkus. Sie laden meist ca. 15
Stunden mit
dem gleichen Ladestrom, dann schalten sie sicherheitsmäßig ab. Dies
kann zur Folge haben, daß schwächere Akkus überladen werden oder Akkus
mit höherer Kapazität nicht vollständig aufgeladen sind.
Sparen Sie nicht am falschen
Fleck. Es empfiehlt sich in jedem Fall ein hochwertiges Ladegerät zu kaufen,
wenn Sie häufig mit Akkus arbeiten oder eine Digitalkamera mit Standardakkus
(AA bzw. AAA) besitzen. Aktuelle Ladegeräte sind Mikroprozessor gesteuert. Sie
haben eine Erhaltungsladungs-Funktion, was bedeutet, daß Sie die Akkus im
Ladegerät bis zum Einsatz belassen können und so immer volle Akkus haben.
Außerdem checken bessere Ladegeräte vor dem laden jeden einzelnen Akku,
wieviel Ladestrom er benötigt. Es ist auch wichtig von NiCd auf NiMH umschalten
zu können, da diese beiden Typen eine unterschiedliche Stromaufnahme haben.
Bedenken sie auch, daß ältere Ladegeräte meist nur Akkus bis 1800mAh (AA)
laden können. Das bedeutet, die neuen Akkus mit 2000mAh bis 2600mAh werden
überhaupt nicht mehr voll aufgeladen, was auf Dauer den Akkus schadet.
Der richtige Entladezustand
zwischen Tiefentladung und "Memory-Effekt" kann ebenfalls nur durch ein
elektronisches Ladegerät erreicht werden. Es entlädt die Akkus bis zum
optimalen Punkt, bevor sie wieder aufgeladen werden. So können höhere
Zyklenzahlen erreicht werden. Gute Ladegeräte und ihre richtige Handhabung
helfen, die optimale Gebrauchstauglichkeit der Akkus über einen langen Zeitraum
sicherzustellen. Mit geeigneten Ladegeräten ist sogar das "Auffrischen"
von Akkus möglich, die ihren Dienst bereits verweigern. Durch kontrolliertes
Entladen/Wiederaufladen in mehreren Zyklen im Ladegerät lernen diese
Akkus wieder, ihren Dienst zu tun.
Versuchen Sie auf keinen Fall herkömmliche Batterien in einem
Ladegerät wiederaufzuladen. Durch den hohen
Ladestrom können Batterien sehr schnell explodieren! Verwechseln
Sie niemals die Pole der Akkus, denn falsch eingelegte Akkus können beim
Laden ebenfalls explodieren!
Die richtige Auswahl des Ladegerätes ist ein aufwendiger, aber notwendiger Schritt für den
umweltverträglichen und wirtschaftlichen Gebrauch von Akkus.
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